Berlin ist eine Reise wert….
diesen Slogan kannten die Mitreisenden der Seniorenunion Isernhagen schon vorher. Aber dass diese Fahrt ihnen so viele neue Eindrücke bringen sollte, unterhaltsam, informativ und einfach wunderschön, das hatte sich wirklich keiner so vorgestellt.
Schon die Hinfahrt war ein Erlebnis: wer schafft es schon, über 3 Stunden auf der
A 2 zu fahren und keinen Stau zu haben? Nur das letzte kleine Teilstück, die AVUS, Berlins Rennstrecke, machte ihrem Namen keine Ehre und hielt uns etwas auf. So kamen wir mit einigen Minuten Verspätung am Reichstag an, durften aber dank der guten Vorbereitung gleich eintreten. Perfekt ausgestattet mit Kopfhörern, neu-deutsch mit einem Audio-Guide, erkundeten alle die riesige Glaskuppel und genossen den wunderbaren Rundblick über Berlin. Anschließend informierte uns ein Mitarbeiter des Besucher-dienstes des Reichstages über den Ablauf von Sitzungen, Wahlen, Ausschüssen und ähnlichen Dingen so umfassend, dass uns die Mittagspause gerade recht kam, um zwischendurch inne zu halten und die Eindrücke wenigstens etwas zu verarbeiten.

Nach einer gemütlichen Spree-Fahrt bezogen wir unser Hotel, wo wir nach dem Abendessen den Tag ausklingen ließen.
Der zweite Tag in Berlin begann mit einer professionellen Stadt-führung, die uns kreuz und quer durch den ehemaligen Ostteil Berlins lotste, aber auch sehr viele interessante Punkte im westlichen Teil ansteuerte. Bei dieser informativen Fahrt konnten wir feststellen, dass uns unser Fahrer schon viele Details von Berlin gezeigt und erläutert hat; sein Wissen ist wirklich bewundernswert.
Nach einem typisch Berliner Essen in der "Gerichtslaube", einem original Alt-Berliner Restaurant mit über 750-jähriger Historie erholten wir uns kurze Zeit im Hotel, um dann zum Höhepunkt der Berlinfahrt zu kommen.
Wir besuchten den Friedrichstadt-Palast, ein Haus, das von sich selbst als "Europas größter und modernster Show-Palast" spricht. Als Entree gab es ein wundervolles Essen, und dann entführten sie uns in umwerfende Pop-Kunstwelten, die so auf einer Bühne noch nicht zu sehen waren. Die Dimensionen sind gewaltig: auf der größten Theaterbühne der Welt begeisterten über 100 Künstler - Sänger, Tänzer, Musiker und Artisten. Das sind mehr als in jeder anderen Bühnenshow der westlichen Welt, einschließlich Las Vegas (Originalton Friedrichstadtpalast). Sie hatten nicht zu viel versprochen, die riesige Bühne verwandelte sich im 5-Minuten-Takt in eine andere Umgebung, Sänger, Tänzer und Trampolinspringer wirbelten und flogen über die Bühne und sogar Wasserballett wurde gezeigt in einer aus dem Bühnengrund hochfahrenden Anlage.
Klar, dass nach diesem Show-Tornado keiner gleich schlafen wollte; so saßen einige kleine Gruppen bis spät in die Nacht beisammen…
Unser letzter Berlin-Tag führte uns auf die Museumsinsel, wo jeder nach Lust und Laune das für ihn interessanteste Museum besuchen konnte, die Eintrittskarten galten gleich für jedes Haus. Der Abschluss fand in den Hackeschen Höfen statt, einem ehemaligen Hinterhof-Ensemble in Ostberlin, das aufs allerschönste restauriert wurde und heute neben seinen Bewohnern viele kleine Künstlerläden beherbergt.

Wen wundert es nach diesen schönen Tagen in Berlin, dass unser Reisebeauftragte der Seniorenunion auf der Heimreise bereits die ersten Anmeldungen für die im Herbst vorgesehene "Dresden-Fahrt" erhielt?
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